Einsatz für gesunde Meere

Diese Reportage zeigt und beschreibt die vielseitige Arbeit der Organisation OceanCare. Hierbei spielt nicht nur die Plastikverschmutzung eine wichtige Rolle, sondern auch Themen wie Unterwasserlärm oder Fischerei. Ihr erfahrt ausserdem, auf welchen Wegen ihr die Organisation unterstützen könnt.

Einsatzgebiete

Die Gesundheit der Meere ist für das Leben auf unserem Planeten essenziell. Die Ozeane speichern rund einen Viertel des seit 1900 produzierten CO2. Sie absorbieren ausserdem einen grossen Teil der ansteigenden Temperaturen auf der Erde. 50% des Sauerstoffs, den wir atmen, wird von den Meeren produziert. Doch die Kapazität der Ozeane, unsere Umweltsünden auszugleichen, ist begrenzt. 

 

Aus diesen Gründen setzen sich Organisationen weltweit auf verschiedenen Ebenen für den Schutz der Meere ein. Eine dieser Organisationen ist OceanCare mit Standort in Wädenswil, Zürich. Rahel Beck beschreibt die Einsatzgebiete der Organisation.

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Plastikverschmutzung, Delfinjagd, Walfang, Unterwasserlärm und Fischerei. Das sind die wichtigsten Themen, für die sich OceanCare stark macht. Weshalb gerade diese Themen wichtig sind und wie genau OceanCare sich dafür einsetzt, erfahrt ihr unter den jeweiligen Punkten.

Circa 8 – 10 Millionen Tonnen Plastikabfall landet jährlich in den Ozeanen. Viele Meerestiere verheddern sich darin oder verwechseln den Plastik mit Nahrung. Mit Kampagnen wie «I Care» (wird in dieser Reportage noch behandelt) möchte OceanCare auf den Verzicht von Einwegplastik sensibilisieren. Mit Strandsäuberungen und der Rettung von Tieren setzt sich die Organisation auch aktiv an den betroffenen Orten im Mittelmeer ein.

 

An der vergangenen UNO-Umweltversammlung berieten sich Regierungs- und Staatschefs, Delegierte sowie Umweltminister aus der ganzen Welt zur Plastikkrise. Es wurden Erkenntnisse eines Expertentreffens des UNO-Umweltprogramms vorgelegt, an dem auch OceanCare mitwirkte. Der Grossteil der Vertragsstaaten sprach sich für ein striktes Vorgehen gegen die Plastikproblematik aus. Die Entwicklung eines internationalen Abkommens gegen den Plastikabfall scheiterte jedoch am Wiederstand von Ländern wie Brasilien oder den USA. Die Expertengruppe, in der OceanCare mitwirkt, wird jedoch fortgeführt. Bis zur nächsten UNO-Umweltversammlung im Februar 2021 prüft sie finanzielle und technische Möglichkeiten zur Reduktion von Plastik und arbeitet Handlungsmöglichkeiten aus.

Seit 2016 ist OceanCare ausserdem Mitglied der Koalition «Break Free From Plastic». Hierbei setzen sich Organisationen der ganzen Welt für eine Reduktion der Plastikverschmutzung ein. OceanCare wurde hierbei sogar als Kernmitglied anerkannt.

Das Mittelmeer macht mit einer Fläche von rund 2.5 Millionen km2 gerade Mal 0.8% der weltweiten Meeresfläche aus. Dennoch weisst es eine sehr hohe Artenvielfalt auf: Sowohl 11 Delphin- als auch 11 Walarten sind hier zu Hause. Aufgrund der Überfischung und der Meeresverschmutzung haben es die Tiere hier jedoch nicht einfach. Die Organisation OceanCare ermöglicht wissenschaftliche Forschungen und nutzt die daraus entstehenden Daten, um die Gefahren für die Meerestiere zu minimieren.

Die Walbestände sind in vielen Regionen des Mittelmeers kaum erforscht. OceanCare versucht mit Partnerorganisationen, Wissenslücken zu schliessen. Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse definiert OceanCare ausserdem Schutzmassnahmen zuhanden internationaler Gremien. Obwohl der kommerzielle Walfang seit 1986 weltweit verboten ist, missachten einige Staaten dieses Verbot. OceanCare setzt sich dafür ein, dass das Walfangverbot weiterhin erhalten bleibt.

Unterwasserlärm erfolgt beispielsweise durch die Suche nach fossilen Energien im Meeresboden. Auch die zunehmende Schifffahrt gefährdet die marine Artenvielfalt sowie die Gesundheit der Meere. Unterwasserlärm wirkt sich ausserdem destruktiv auf die Fischbestände aus. Aus diesen Gründen leiden darunter auch Menschen, die auf den Fischfang angewiesen sind und damit ihr Geld verdienen. OceanCare ist eine der führenden Organisationen, die diesem Problem auf internationaler Ebene Gehör verschafft.

Am Klimagipfel der UNO-Generalversammlung in New York vom vergangenen September erläuterte ein Vertreter von OceanCare, wie leisere Meere zum Klimaschutz beitragen können.

Jährlich werden rund 140 Millionen Tonnen Meerestiere aus den Meeren gefischt. Knapp zwei Drittel davon werden verwertet. Der Rest landet tot oder verletzt wieder im Wasser. Wenn es so weitergeht, werden die Bestände für die kommerziell genutzten Fischarten in circa 40 Jahren verschwunden sein, was eine Bedrohung für das marine Ökosystem bedeutet. Auch die Ernährungssicherheit für rund 3 Milliarden Menschen wird dadurch gefährdet.

Vergangenen Februar wirkte OceanCare am Hauptsitz der Welternährungsorganisation in Rom bei einem Workshop mit, der den Einfluss von Unterwasserlärm auf die Fischbestände aufzeigt. Im Rahmen dieses Workshops wurden verschiedene Empfehlungen erarbeitet. Es nahmen Vertreter der EU-Kommission sowie Experten wissenschaftlicher Institute von Mittelmeerländern daran teil.

Plastikverschmutzung

Eines der grossen Themen, für die sich OceanCare stark macht, ist die Gewässerverschmutzung durch Plastikabfall. Rahel Beck erklärt, wie die Organisation im Kampf gegen das grosse Problem vorgeht.

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Um weiter auf die Plastikthematik zu sensibilisieren, entwarf OceanCare diese Flyer. Diese sind beliebig als Füllerinserate oder einfach als Posts auf Social Media einsetzbar.

Clean-up Day in Zürich

Im Rahmen des «World Clean-up Days» organisierte OceanCare am 21. September 2019 den ersten See-Säuberungstag in Zürich. 44 Taucher und 170 Helfer sammelten innert 4 Stunden rund 1 Tonne Abfall. Es wurden rund 16’000 Zigarettenstummel aufgelesen. Jeder einzelne enthält bis zu 7’000 Chemikalien. Rahel Beck mit den Einzelheiten: 

 

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In diesem Video erzählt Rahel mehr über den ersten Clean-up Day in Zürich. Was dort alles aus dem See gezogen wurde, ist erschreckend.

Die Säuberung des Zürich-Sees wurde filmisch festgehalten. Das Video zeigt Impressionen und Stimmen vom 21. September 2019.

«I Care»

 

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Mit der Kampagne «I Care» möchte OceanCare die Leute dazu motivieren, ihren Plastikkonsum zu verringern. Wie das geht, erfährst du im Video.

Es ist wichtig, dass wir uns der Dringlichkeit der Plastikkrise bewusster werden. Viele Leute denken, dass sie alleine nichts gegen die Plastikverschmutzung unternehmen können. Doch jeder kann etwas tun, indem er seinen eigenen Verbrauch verringert. Es kommt auf jeden Einzelnen an. Denn wenn immer mehr Leute genau so denken und handeln, kann das Plastikproblem vielleicht irgendwann eingedämmt werden. 

Gib dir einen Ruck und gebe OceanCare ein Versprechen, auf was du in Zukunft verzichten möchtest. Klicke auf den Button, um direkt zur Website zu gelangen:

Das kannst du tun

Wenn du OceanCare unterstützen möchtest, gibt es neben den generellen Möglichkeiten einer einfachen Geldspende oder einer Mitgliedschaft viele verschiedene Optionen. Rahel Beck erzählt euch, was alles möglich ist.

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Um Informationen zum Clean-up Day oder zur Seeüberquerung zu erhalten, abonnierst du am besten den Newsletter oder besuchst regelmässig die Website von OceanCare

Um weitere Informationen zu Patenschaften, Mitgliedschaft oder Spenden zu erhalten, klicke auf den Button:

Das ist Rahel

OceanCare setzt sich tagtäglich für die Erhaltung der Meere und deren Artenvielfalt ein. Um bei dieser Organisation zu arbeiten, braucht es ein grosses Interesse an der Thematik sowie eine eigene Motivation. 


Rahel Beck, die durch diese Reportage geführt hat, stellt sich vor und erzählt, weshalb sie selbst bei OceanCare tätig ist.

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